Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde des Wolfenbütteler Kammerorchesters,

ganz herzlich laden wir Sie zu der diesjährigen Sommerserenade des Kammerorchesters ein.

am Sonntag, d. 21.6.2026, 18.00 Uhr in der St. Trinitatis-Kirche in Wolfenbüttel.


Auf dem Programm stehen Werke der romantischen Epoche von Jean Sibelius (1865 - 1957), Peter Tschaikowsky (1840 - 1893), Ester Mägi (1922 - 2021), Camille Saint- Saëns (1835 - 1921) und Victor Herbert (1859 – 1924).

Victor Herbert wird als der Begründer der US-amerikanischen Operette angesehen, was er dem Erfolg seiner Operetten „Babes in Toyland“ sowie „Naughty Marietta“ zu verdanken hatte. Als hervorragender Cellist spielte er selbst zusammen mit den New Yorker Philharmonikern am 9. März 1894 die Ur-Aufführung seines 2.Cellokonzertes. Der berühmte tschechische Komponist Anton Dvorak, in der Zeit Präsident des New Yorker Konservatoriums, war dermaßen von der Wärme und Virtuosität dieses Werkes beeindruckt, dass er für sich neu entschied, entgegen früheren Zweifeln, ein Cellokonzert zu komponieren, welches dann das sehr berühmte in h-Moll op.104 werden sollte. Victor Herbert war gerade einmal 29 Jahre alt, als er am 1. Dezember 1888 in der New Yorker Steinway Hall selbst dirigierend seine „Serenade for strings“ erstmalig zu Gehör bringen konnte. Das Werk wurde begeistert aufgenommen. In jeglicher Hinsicht – formal, thematisch-motivisch, harmonisch und emotional – muss man dem jungen Komponisten eine völlig eigene Handschrift attestieren. „Die New York Times bezeichnete das Herzstück des Stückes, eine Liebesszene, als „ganz besonders gelungen geschrieben, warm im Thema und kraftvoll im Ausdruck, das Ergebnis eines sorgfältigen Studiums von Richard Wagners wundervoller Behandlung der Streicher.“ Die eröffnenden Harmonien vermitteln eine Leidenschaft, die sich in einer Melodie ausdrückt, die auf den Impressionismus vorausweist.“ (G. Galván)

Die Komponistin Ester Mägi wurde 1922 in Tallinn (Estland) geboren und verstarb im Mai 2021. Nach einer umfassenden Ausbildung in Tallinn und Moskau lehrte sie von 1954 bis 1984 Musiktheorie am Tallinner Konservatorium, erhielt 1980 einen Staatspreis und 1985 den Estnischen Jahrespreis für Musik. Ihre Musik baut auf dem geistigen Erbe Estlands auf, und Ester Mägi hat durch kontinuierliche Auseinandersetzung mit Ästhetik einen ganz persönlichen Stil entwickelt. Sie gilt als die „First Lady“ der estnischen Musik.

In Mägis „Vesper“ wie auch in den Kompositionen von Sibelius, Tschaikowsky und Saint- Saëns kommen die zutiefst menschliche Sensibilität, die Sehnsucht nach Wärme sowie eine bisweilen unbändige Spielfreude (Saint- Saëns) zum Ausdruck.

Solistin des Abends ist die in dieser Region sehr bekannte Cellistin Sabine Krams. Zu Beginn ihrer Berufslaufbahn war sie für zwei Spielzeiten die erste Solo-Cellistin am Staatstheater Braunschweiger, danach für mehrere Jahrzehnte zweite Solo-Cellistin am Opernhaus in Frankfurt/Main.

Dirigent ist der Braunschweiger Knut Hartmann.


Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Ihnen mit diesem außergewöhnlichen Programm eine Freude bereiten könnten und wünschen Ihnen und uns ein angenehmes Konzerterlebnis.

Eintrittskarten an der Abendkasse 18 €, im Vorverkauf bei Bücher Behr und in der AkazienApotheke, Danziger Str. 14 zu 15€ (Kinder, Schüler und Studenten frei).

Einlass ab 17.30 Uhr